Die Gemeinde Speicher im Kanton Appenzell Ausserrhoden sorgt für einen wichtigen Meilenstein. Speicher ist der hundertste Kunde in der Schweiz, der die E-Mitwirkungsplattform nutzt. Die Anbieterin, das Zuger Startup Konova AG, ist auf Wachstumskurs und expandiert in neue Märkte.

«Für uns ist die E-Mitwirkung ideal, um die Einwohnerinnen und Einwohner zu erreichen, die Reichweite von Mitwirkungen zu vergrössern sowie auch weitere Mitwirkende zu erreichen.», sagt Christoph Lang, Leiter Raumplanung von Speicher. «Dadurch erfahren Planungen eine breitere Abstützung.» Seit jeher pflegt die Gemeinde, die an die Stadt St. Gallen angrenzt und mit einer Bevölkerungszahl von 4'400 zu den mittelgrossen Gemeinden der Schweiz zählt, eine bürgernahe und moderne Kommunikation.

Bisher war in Mitwirkungsfragen nur das schriftliche Verfahren möglich. Künftig wird der Bevölkerung auch der digitale Weg für eine direkte Partizipation offenstehen. Erstmals soll die E-Mitwirkung in diesem Frühling bei der Erarbeitung des kommunalen Richtplans eingesetzt werden.

Für uns ist die E-Mitwirkung ideal, um die Einwohnerinnen und Einwohner zu erreichen, die Reichweite von Mitwirkungen zu vergrössern sowie auch weitere Mitwirkende zu erreichen.

Christoph Lang
Gemeinde Speicher

Ein bedeutender Meilenstein

Für die Konova AG ist der hundertste Kunde ein bedeutender Meilenstein. «Speicher steht für einen klaren Trend in der Schweiz», freut sich Miro Hegnauer, Mitgründer und CEO der Konova AG. «Immer mehr öffentliche Verwaltungen erkennen den Nutzen der digitalen Kanäle und setzen auf die E-Mitwirkung.»

Dabei liege der Vorteil darin, dass sich die E-Mitwirkung nicht nur für konkrete Vorlagen wie etwa die Mitwirkung zu einer Ortsplanung einsetzen lasse, sondern auch für Umfragen zu Leitbildern und Strategien oder für allgemeine Befragungen. «Damit lässt sich der Puls der Bevölkerung messen, bevor ein Vorhaben konkret wird», so Hegnauer. E-Mitwirkung sei eben nicht nur ein digitales Werkzeug, nicht nur eine Software, sondern immer auch Teil der Kommunikationsstrategie einer Gemeinde oder eines Kantons.

Vereine, Verbände, Unternehmen

So erstaunt es nicht, dass immer mehr Organisationen – nicht nur Behörden – den Nutzen der E-Mitwirkung entdecken. «Wir haben immer mehr Anfragen von Vereinen, Verbänden, Parteien und Unternehmen, die sich für den digitalen Dialog mit ihren Anspruchsgruppen interessieren», sagt Miro Hegnauer. Man habe in diesen Bereichen auch bereits einige Pilotprojekte erfolgreich umgesetzt und sei bereit, die neuen Märkte zu erschliessen.

Eines der Beispiele, die zeigen, wie die E-Mitwirkung sinnvoll auch ausserhalb der Politik eingesetzt werden kann, ist der FC Basel. Bei der Erarbeitung der neuen Statuten konsultierte der Verein seine 8300 Mitglieder über die E-Mitwirkungsplattform. Ein Jahr zuvor war die Revision der Statuten gescheitert, dank der Einbindung über die digitale Mitwirkung fanden diese jedoch eine breite Zustimmung. 1'200 Mitglieder des FC Basel hatten sich am Partizipationsprozess beteiligt.

Miro Hegnauer

Wenn es gelingt, Anspruchsgruppen frühzeitig in einen Meinungsbildungsprozess einzubinden, dann steigt nicht nur die Akzeptanz, sondern auch die Planungssicherheit. Chancen und Risiken können frühzeitig erkannt werden.

Miro Hegnauer
Mitgründer und CEO, Konova AG

Startup auf Wachstumskurs

Die Konova AG ist 2017 von Miro Hegnauer und Roland Brun gegründet worden. Hegnauer ist Wirtschaftsinformatiker und CEO des Unternehmens. Brun verfügt als politischer Kommunikationsberater und Organisationsentwickler über ein grosses Netzwerk in Politik, Wirtschaft und Verwaltung. Er fungiert als Verwaltungsratspräsident der Konova AG. Mittlerweile zählt das Startup zwölf Mitarbeitende.

Das Gründerteam: Roland Brun und Miro Hegnauer

Zu den Kunden der Konova AG gehören Gemeinden, Städte und Kantone wie eben auch Vereine, Verbände und Unternehmen. Miro Hegnauer weiss, was erwartet und geschätzt wird: «Es ist eine klassische Wechselwirkung: Wenn es gelingt, Anspruchsgruppen frühzeitig in einen Meinungsbildungsprozess einzubinden, dann steigt nicht nur die Akzeptanz, sondern auch die Planungssicherheit. Chancen und Risiken können frühzeitig erkannt werden.»

Ebenso stecken in grösseren Organisationen viel Wissen und Erfahrung, die häufig nicht sichtbar sind. Durch eine Mitwirkungsplattform können die Mitarbeitenden besser einbezogen und dank diesem Crowd-Sourcing auch Innovationen schneller entwickelt werden.

Hinzu kommt die Effizienz der standardisierten Software. Gerade bei der Auswertung entfallen aufwendige, häufig auch monotone und fehleranfällige Arbeiten. E-Mitwirkung erlaubt es den Anwendern, sich auf das Wesentliche zu konzentrieren und so an Ressourcen zu sparen.

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